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Das Weihnachtskonzert

„Gib mir deine Hand“, damit du mir in dem Gedränge nicht verloren gehst“, sagte die grauhaarige Frau zu ihrem kleinen Enkelsohn und packte die Kinderhand. Sie gingen inmitten vieler Menschen, vorbei an Holzbuden, aus denen verlockende Gerüche strömten. Zum Marktplatz wollten sie, denn dort gab es gleich ein kleines Weihnachtskonzert des städtischen Bläserchores.
Es war kalt. Am Himmel zeigten sich zwischen den Wolken keine Sterne .Bei jedem Schritt knirschte festgetretener Schnee unter den Sohlen. Im Schein der Laternen und der weihnachtlichen Beleuchtung blitzten golden die Instrumente der Musiker. Die Großmutter wickelten den Schal fester um den Hals des Kleinen. „Mach den Mund zu, Florian“, mahnte sie dabei und zog das Kind eng an sich, damit ihre Körperwärme zu ihm gelangte. Nun standen sie dicht beieinander ganz vorne und warteten auf den Beginn des Konzerts. Ein Mann in einer dicken Jacke und einer Fellmütze auf dem Kopf erschien auf dm Podest, griff zum Mikrophon und begrüße die Anwesenden. „Ich will es kurz machen“, sagte er. „Möge es unseren Bläsern gelingen, sie mit ihrer Musik auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Ich wünsche groß und klein viel Freude beim Zuhören.“ Dann begann das Konzert. Florian war von den herrlichen, weit tönenden Stimmen der Blasinstrumente derart ergriffen, dass er  den Mund doch wieder offen ließ. So muss es auch im Himmel klingen, ging es durch seinen Kopf. Nur waren dort die Spieler sicherlich nicht winterlich gekleidete Männer, sondern schöne Engel in strahlenden Gewändern. Und wie der Junge das dachte, da waren auf einmal tatsächlich Engel an den Instrumenten. Während sie spielten, bewegten sie sich nach allen Seiten, und Florian konnte jetzt auch die Engelsflügel sehen. Die waren so mächtig, dass es ihn nicht mehr wunderte, dass sie damit den weiten Weg vom Himmel zur Erde fliegen konnten. Genau wie auf dem Bild in seinem Weihnachtsbuch trug jeder Engel auf seinem Kopf einen strahlenden Kranz. „Vom Himmel hoch““ erklang es. Laut sangen viele der Zuhörer das Lied mit. Genau in diesem Moment begannen dicke Schneeflocken herab zu fallen. „Oh weh“, flüsterte der Junge, „sie werden sich erkälten in ihren dünnen Kleidern.“ „Wer wird sich erkälten, mein Liebling?“, fragte die Großmutter und beugte sich zu ihm. „Die Engel dort an den Instrumenten!“ Die alte Frau sah ihn aus großen Augen an, schüttelte mit dem Kopf und fasste besorgt an seine Stirn, um zu prüfen, ob er womöglich Fieber habe.
Florian dachte bei sich: Ich glaube, Großmutter hat die Engel überhaupt nicht gesehen. Aber, wie konnte das bloß sein? Sie leuchten doch heller als alle Laternen zusammen.


Autorin: Jutta Gornik
Veröffentlichung nur mit Genehmigung der Autorin - jgornik@aol.com

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