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Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe war ein Universalgenie. Er war gleichermaßen Dichter, Schriftsteller, Kunstkritiker, Philosoph, Naturwissenschaftler, Jurist und Staatsmann.

Goethe ist die Lichtgestalt der deutschen Literatur.

Er prägte Sturm und Drang sowie mit Schiller die Weimarer Klassik.

Er verfaßte unzählige Gedichte, Dramen und Prosawerke.

Mit der Tragödie Faust schuf Goethe ein Menschheitsdrama von zeitloser Gültigkeit und weltliterarischem Rang.

Goethe hat in seinem Leben viele Frauen geliebt. Sie waren ihm immer auch Inspiration zu neuen Dichtungen.

Weniger bekannt waren seine naturwissenschaftlichen Tätigkeiten, die ihm zeitweise wichtiger als die literarische Arbeit erschienen. Goethe entdeckte 1784 den Zwischenkieferknochen beim Menschen.

Biographie
Johann Wolfgang Goethe (das "von" wurde ihm erst 1782 verliehen) wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren und starb am 22. März 1832 in Weimar.

Der Sohn des Kaiserlichen Rates Johann Kaspar Goethe und der Katharina Elisabeth studierte ab 1765 auf Wunsch seines Vaters in Leipzig und Straßburg Rechtswissenschaften.

Nach Abschluß seines Studiums im Herbst 1771 arbeitete Goethe als Rechtsanwalt in Frankfurt.

Doch Goethe widmete sich lieber seinem ersten Drama und schrieb einige Gedichte. Er arbeitete auch am kritischen Organ der Sturm-und-Drang-Bewegung, den "Frankfurter gelehrten Anzeigen" mit.

Mit seinem ersten Roman "Die Leiden des jungen Werthers" und dem Drama "Götz von Berlichingen" (beide 1774 erschienen) gelang dem 24-jährigen Goethe der literarische Durchbruch.

1775 folgte er dem Ruf des jungen Herzog Carl August an den Weimarer Hof, wo er politische Aufgaben (im Finanzwesen, Berg- und Wegebau) übernahm. Später bekam er die Leitung des Theaters und die Aufsicht über das Bildungswesen angetragen.

In Weimar freundete Goethe sich mit Charlotte von Stein (1742-1827) an, der er im Lauf der Jahre mehr als achthundert Briefe schrieb.

1776 erfolgte die Ernennung zum Geheimen Legationsrat, 1779 zum Geheimen Rat und 1782 wurde Goethe durch Kaiser Joseph II. geadelt.

Im September 1786 unternahm er seine erste Italienreise. In Rom besuchte er die Maler Tischbein (der eines der berühmtesten Porträts des Dichters "Goethe in der Campagna" malte) und Kauffmann.

Erst im Juni 1788 kehrte Goethe nach Weimar zurück, wo er sich mit Christiane Vulpius verlobte, die er 1806 auch heiratete.

Von den fünf Kindern aus dieser Verbindung überlebte nur der erstgeborene August (1789-1830).

Goethe gab alle Staatsämter bis auf die Leitung des Hoftheaters auf. 1790 folgte seine zweite Italienreise.

Die Zeit danach ist geprägt durch die Zusammenarbeit mit Schiller. Die beiden entwickelten einen Stil, der als Weimarer Klassik bekannt wurde.

Nach dem Tod Herders, Schillers und Wielands knüpfte Goethe neue Freundschaften, u.a. zu Humboldt, und beschäftigte sich mit Fichtes Transzendentalphilosophie.

1804 wurde Goethe zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt.  

Auf dem Erfurter Fürstenkongreß lernte Goethe 1808 Napoleon kennen. Im gleichen Jahr gab er den ersten Teil des Faust heraus.

1812 begegnete er bei einem Kuraufenthalt in Karlsbad den Komponisten Beethoven.

1815 unternahm Goethe ausgedehnte Reisen ins Rhein-Main-Gebiet. Die Zeit vom 12. August bis 17. September 1815 verbrachte er mit der verheirateten Marianne von Willemer in Frankfurt.

Im Dezember 1815 wird Goethe mit dem Amt eines Staatsministers betraut.

Nach dem Tod seiner Frau Christiane (6. Juni 1816) zog sich Goethe vom Weimarer Gesellschaftsleben zurück und wendete sich seinen Werken zu.

Das letzte Lebensjahrzehnt verbrachte Goethe mit der Arbeit an "Wilhelm Meisters Wanderjahren", der "Italienischen Reise", seiner Autobiographie "Dichtung und Wahrheit", und vor allem an Faust, der Tragödie zweiter Teil, welche er 1831 beendete.

Am 22. März 1832 verstarb Johann Wolfgang von Goethe im Alter von 82 Jahren. Seine letzten Worte sollen „Mehr Licht!“ gewesen sein.

Am 26. März wurde er neben Schiller in der Weimarer Fürstengruft beigesetzt.


 

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